Rheinufer Strasbourg

Das auf einer Rheininsel zwischen Deutschland und Frankreich gelegene Territorium war über lange Zeit unbefestigt und wurde mit der Industrialisierung durch Kaianlagen, Straßennetze und Gleisanlagen überzogen, in den Restflächen befanden sich Lagerhallen und einzelne isolierte Wohngebäude. Dieser Archipel wird nun durch ein Netzwerk aus grünen Passagen neu erschlossen, eine Straßenbahnlinie verbindet die Ufer, an ihren Haltestellen ergeben sich nachhaltige öffentliche Räume, die eine wassersensible Stadtplanung mit aktiven Aufenthaltsbereichen abbilden und in ihrer Gestaltung die Geschichte des Ortes neu interpretieren.
Neue Mitte Thon

Die Verlängerung einer Straßenbahnlinie ermöglicht den Rückbau der Wendeschleife zugunsten eines neuen Quartiers. Ein großer Hof integriert in subtiler Umarmung den heterogenen Bestand und bildet
einen multiplen Rand, der dem neuen Stadtviertel ein Gesicht gibt. Entlang der Promenade entsteht eine Sequenz von öffentlichen Räumen mit eigenem Charakter. zahlreiche Passagen erzeugen eine Porosität und ermöglichen eine Durchquerung. Die Erdgeschoße als Kontaktzone zwischen öffentlichem Raum und Gebäuden werden durch verschiedene Maßnahmen aktiviert, mit der Einbeziehung von Teilen der privaten Freiräume in den Großen Hof entsteht ein prägnantes Bild mit räumlicher Tiefe.